Dokumentationen

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Sylvio Constabel
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Re: Dokumentationen

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:D
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Savior
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Re: Dokumentationen

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Con Trai wrote: Fri Dec 06, 2024 10:40 am Laut IMDb 1 Std. 27 Min.
Lüg nicht! 😤 Sylvio spult.
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Sylvio Constabel
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Re: Dokumentationen

Post by Sylvio Constabel »

Spulfrei geschaut.
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Sylvio Constabel
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Post by Sylvio Constabel »

Hape Kerkeling: Total normal

Strömt jetzt in der ARD-Mediathek. Richtig tolle Doku über dieses Ausnahmetalent. :thumbup:

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Savior
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Re: Dokumentationen

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Sylvio Constabel
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Re: Dokumentationen

Post by Sylvio Constabel »

Gesehen. Im großen und ganzen geht's in der ersten halben Stunde nur um Romero, nicht um RE, danach dann schon eher, aber man lernt nichts, was man nicht vorher schon wußte. Weshalb das zwei Stunden dauern muß, weiß ich auch nicht.
JimmyPage
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Re: Dokumentationen

Post by JimmyPage »

Wie ist denn die Ausleuchtung?
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Sylvio Constabel
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Re: Dokumentationen

Post by Sylvio Constabel »

I see what you did there. :D
JimmyPage
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Re: Dokumentationen

Post by JimmyPage »

Porn King: The Rise & Fall of Ron Jeremy

Zweiteilige "Channel 4"-Doku (jeweils 46 Minuten), die zeigt was passiert wenn man Menschen mit Macht einfach gewähren lässt. Ach der kleine lustige Ron, fasst mal hier in eine Vagina und lutscht hier mal an Nippeln. Was solls? Er ist halt der Ron. Weil ihn aber keiner aufgehalten hat, ging es zusammen mit seiner Sexsucht weiter und weiter.......

Die Doku ist nicht perfekt, vom Aufstieg sieht man nicht viel und warum gerade er so bekannt wurde, davon erfährt man auch nichts (außer das er eine große Möhre hatte). Zudem sind die Statements der Wegbegleiter ziemlich wirr durcheinander und ich muss auch nicht sehen wie Alana Evans duscht oder im Pool planscht.

Sie zeigt aber sehr schön, wie anfangs schon erwähnt, was passiert wenn ein Mann keine Grenzen aufgezeigt bekommt. Dann nimmt er sich was er will. Die Erklärungen von Weggefährten, die ihm wohlgesonnen sind, sind dazu einfach nur "autsch!".
"Ich weiß nicht ob das stimmt was man da erzählt!" -
"Wir haben Aussagen von mehreren Vergewaltigungen und sexuellen Angriffen!" -
"Aber es ist wie Ying und Yang! Es interessiert mich nicht was er getan oder nicht getan hat!"

Dazu heulen auch einige und schwören "Der Ron war zwar pervers! Aber kein Vergewaltiger!"

Zudem merkt man hier, das viele die in der Branche arbeiten ein gestörtes Verhältnis zu ihrem Körper oder Sexualität an sich haben. Wenn Alana Evans sagt "der Ron fasste mir bei der Veranstaltung einfach mit den Fingern in meine Muschi, hey damit verdiene ich mein Geld!", dann schüttelt man nur mit dem Kopp.

Besonders hart sind die Beschreibungen der Vergewaltigungen. Vor allem von Ginger Lynn, die am Tag ihres Geburtstages/Heiratsantrages von Jeremy im Bad brutal vergewaltigt wurde. Und wenn dann der sexuelle Missbrauch einer Teenagerin von 15 Jahren thematisiert wird und der persönliche Assistent anscheinend nichts wusste, dann möchte man am liebsten durch die Mattscheibe springen.
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Julio Sacchi
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Re: Dokumentationen

Post by Julio Sacchi »

Dass über den Typ noch abgekultet wird...
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Savior
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Re: Dokumentationen

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Julio Sacchi
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Re: Dokumentationen

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Re: Dokumentationen

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Julio Sacchi
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Re: Dokumentationen

Post by Julio Sacchi »



RIEFENSTAHL (Andres Veiel, 2024)
Andres Veiel ist als Filemacher sakrosankt und auf keinen Fall werde ich diesen Status in irgendeiner Form hinterfragen. Sein von Sandra Maischberger produzierter Dokumentarfilm über Hitlers Lieblingsfilmemacherin Leni Riefenstahl wurde bereits im vergangenen Jahr euphorisch gefeiert und auch diese Meriten möchte ich seinem Werk nicht absprechen. Aber so richtig überzeugt hat mich der Film nicht.

Alleinstellungsmerkmal dieser Dokumentation ist der Zugang zu Riefenstahls umfangreichem Nachlass, von Fotos über Filmstreifen bis zu Tagebüchern. Diese Dokumente werden wie Exponate starr abgefilmt und dankenswerterweise nicht digital animiert; davon bin ich an sich auch ein großer Freund. Allerdings wirkt dieser Kunstgriff hier schon ausgesprochen trocken, gerade weil die Darstellung dieser Erbstücke die einzige inszenatorische Möglichkeit ist, sich von der restlichen Archivschlacht des Films abzusetzen. Aber vielleicht soll das auch so sein, um der extremen Künstlichkeit des in Ausschnitten repräsentierten Werks Riefenstahls ein Gegengewicht zu bieten.

RIEFENSTAHL lässt den Zuschauer über weite Strecken allein mit seiner Hauptperson und überlässt ihm damit auch ein etwaiges Urteil. Auch dies ist eine Entscheidung, die ich unterstütze, und an Veiels Filmen schon immer geschätzt habe. Aber so richtig konsequent wird das mitunter dann doch nicht durchgezogen. In einigen Talkshow-Ausschnitten und sogar Interviews wird sich die für die Haltung des Autors passende Reaktion Riefenstahls herausgesucht und an die vermeintlich passende Stelle geschnitten, um ihren Unmut über gewissen Themen (Hitler) zu unterstreichen. Das hat mir in einem Film mit diesem erkennbar hohen Anspruch nicht so gut gefallen.

Auch auf einen Offtext wollte Veiel nicht verzichten, um bestimmte Fakten oder biografische Details zu vermitteln. So wird man ab und zu mit Informationen etwas aufdringlich angeraunt und da dies vergleichsweise selten passiert, wirken diese Strecken wie eine aus der Not geborene Krücke. Leider empfinde ich darüber hinaus den Einsatz zahlreicher Ausschnitte aus Riefenstahls Filmen als nicht besonders inspiriert montiert, auch die Filmmusik macht zu sehr auf Drama, wo sie doch eher für Atmosphäre sorgen sollte.

Sehenswert ist der Film natürlich dennoch, denn Veiel nimmt sich einerseits die Zeit, Riefenstahls Rolle als Frau, als Künstlerin in einer Männerdiktatur zu beleuchten, ohne sie damit von ihrem auch heute noch verblüffenden Zynismus freizusprechen. Es gelingt ihm. Leni Riefenstahl ohne mit dem Finger zu zeigen als Lügnerin zu entlarven, und zwar nicht nur eine, die sich selbst belügt, sondern auch alle anderen. Und wenn sie doch mal um die Wahrheit nicht herum kommt, lässt sie den Interviewer das Band ausschalten oder verlässt gleich ganz das Studio.
Und ebenso subtil stellt Veiel Bezüge zum Jetzt her; zum Schönheitsideal als Leistungsdruck, zur nie stattgefundenen Entnazifizierung Deutschlands, deren Saat wir jetzt ernten, und generell zur Verführbarkeit des Einzelnen und die Gleichgültigkeit vieler.
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Sylvio Constabel
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Re: Dokumentationen

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Leaving Neverland

Als Elternteil ist es fast unmöglich, den Darstellungen der Opfer mit all den Details beizuwohnen. Ich brauchte fast zwei Wochen, da ich immer nur ein Stück der 4h-Doku schauen konnte. Jackson war ein manipulativer Kinderschänder und hätte eigentlich für immer in einer Zelle verrotten müssen.

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