Nach einer schwer umkämpften Nacht in Val di Susa verliert ein Team der mobilen Einheit aus Rom ihren Vorgesetzten, der schwer verletzt ist. Doch das außergewöhnliche Team um Mazinga, Marta und Salvatore ist es gewohnt, Chaos und Problemen mit extremen Methoden und Zusammenhalt zu begegnen – ein Zusammenhalt, mit dem der neue Vorgesetzte Michele erst einmal zurechtkommen muss. Ihm sind Einheiten wie diese ein Dorn im Auge, den es zu modernisieren gilt. Als wäre das Chaos, mit dem die geschwächte Truppe zu kämpfen hat, nicht genug, bekommen sie es mit einer neuen Welle der Unzufriedenheit gegenüber Behörden zu tun.
Das Team muss sich angesichts eskalierender Spannungen für eine Seite entscheiden und die tiefere Bedeutung der Arbeit für die Polizei infrage stellen.
Wer zu gute Laune hat, sollte sich die Serie anschauen. Danach ist man definitiv wieder geerdet. Die melancholisch-düstere Grundstimmung wird nur selten aufgelockert. Im Prinzip gibt es mehr oder weniger nur von Frust und Problemen gezeichnete Charaktere. Da ist der Zusammenhalt in der Einheit der Bereitschaftspolizei oft der einzige Rettungsanker. Man muss ich die ersten zwei Folgen schon etwas reinkämpfen, wird in den insgesamt sechs Folgen aber mehr als ordentlich belohnt. Viel Tragik, hin und wieder ein Lichtblick. Die Figuren gefielen mir insgesamt gut, etwas Action bei den Einsätzen gibt's auch, wenn auch eher selten. Optik und Musikunterlegung top. Positive Überraschung insgesamt. Die Serie ist inspiriert von Stefano Sollimas 2012er-Film "A.C.A.B. - All Cops Are Bastards", den ich sehr gut finde. Sollima hat die Serie mitproduziert.
8/10