HK-Allerlei
Re: HK-Allerlei
The Deadly Passage (1990)
Relativ abwechslungsreicher, da charakterlich unsicherer Wǔxiá mit u.a. Gary Chan, Mak Tin-Yan, Carol Yeung Ling und Bobby Au-Yeung über einen Gefangenenkonvoi, der alle naselang von außen und innen angegriffen wird. Die Kulissen sehe ich heute noch, das ist ökonomisch und ökologisch echt nachhaltig, die Schwertkämpfe sind eher Klimperklimper, aber sie bleiben zumindest zumeist auf dem Boden.
Relativ abwechslungsreicher, da charakterlich unsicherer Wǔxiá mit u.a. Gary Chan, Mak Tin-Yan, Carol Yeung Ling und Bobby Au-Yeung über einen Gefangenenkonvoi, der alle naselang von außen und innen angegriffen wird. Die Kulissen sehe ich heute noch, das ist ökonomisch und ökologisch echt nachhaltig, die Schwertkämpfe sind eher Klimperklimper, aber sie bleiben zumindest zumeist auf dem Boden.
Re: HK-Allerlei
The Swordsman & The Golden Child (1989)
Von Raymond Lee in Vorbereitung auf 'seine' Kinoarbeiten im Genre gedrehter, mit Gordon Liu, Elizabeth Lee & Stephen Tung Wai auch durchaus gut besetzter Wǔxiá um siehe Titel. Wobei man trotz 08/15 Geschichte die Finesse des Regisseurs im Vergleich zu seinen Fernsehkollegen durchaus beizeiten merkt, in der Nutzung bekannter Gegenden, der er ebenso neue Facetten abgewinnt wie auch der Gestaltung der Kampfszenen, die deutlich dynamischer als üblich gehalten sind.
Von Raymond Lee in Vorbereitung auf 'seine' Kinoarbeiten im Genre gedrehter, mit Gordon Liu, Elizabeth Lee & Stephen Tung Wai auch durchaus gut besetzter Wǔxiá um siehe Titel. Wobei man trotz 08/15 Geschichte die Finesse des Regisseurs im Vergleich zu seinen Fernsehkollegen durchaus beizeiten merkt, in der Nutzung bekannter Gegenden, der er ebenso neue Facetten abgewinnt wie auch der Gestaltung der Kampfszenen, die deutlich dynamischer als üblich gehalten sind.
Re: HK-Allerlei
The Lone Sabre (1993)
Von Johnnie To produzierter, recht flotter Wǔxiá mit dessen Stammdarsteller für die Fernseharbeiten, Mark Cheng, sowie Vincent Wan als Gegenspieler, der Erste wird nach einer Missachtung einer kaiserlichen Order mit seinem kleinen Sohn durch die Lande gejagt, entsprechend rasant ist die Hatz. Darstellerisch gibt's nichts zu beanstanden, die Kämpfe sind für's TV dynamisch und es gibt zuweilen charakterliche Überraschungen, die Vorgeschichte für Flucht und Verfolgung hat man in einer Texttafel bereitgehalten, der Rest ist dann einfach nur Szenenwechsel und Geben und Nehmen.
Von Johnnie To produzierter, recht flotter Wǔxiá mit dessen Stammdarsteller für die Fernseharbeiten, Mark Cheng, sowie Vincent Wan als Gegenspieler, der Erste wird nach einer Missachtung einer kaiserlichen Order mit seinem kleinen Sohn durch die Lande gejagt, entsprechend rasant ist die Hatz. Darstellerisch gibt's nichts zu beanstanden, die Kämpfe sind für's TV dynamisch und es gibt zuweilen charakterliche Überraschungen, die Vorgeschichte für Flucht und Verfolgung hat man in einer Texttafel bereitgehalten, der Rest ist dann einfach nur Szenenwechsel und Geben und Nehmen.
Re: HK-Allerlei
The Lady Assassin (1991)
Frühe Variante des französischen 𝗟𝗮 𝗙𝗲𝗺𝗺𝗲 𝗡𝗶𝗸𝗶𝘁𝗮 (1990), hier als Wǔxiá-Ausgabe und derart eigenständig gehalten, dass man erst mittig bei einer entscheidenden Szenenübernahme die Inspiration merkt. Die Frau ist hier anders als im Original und den diversen Nachahmern auch als Einzige unschuldig und besitzt als Einzige in der Männerlandschaft auch so etwas wie Ehre und Anstand. Der Regisseur und die Hauptdarstellerin sind weithin unbekannt, der Mentor wird von einem eher durch Cantopop bekannt gewordenen Balladensänger gespielt.
Frühe Variante des französischen 𝗟𝗮 𝗙𝗲𝗺𝗺𝗲 𝗡𝗶𝗸𝗶𝘁𝗮 (1990), hier als Wǔxiá-Ausgabe und derart eigenständig gehalten, dass man erst mittig bei einer entscheidenden Szenenübernahme die Inspiration merkt. Die Frau ist hier anders als im Original und den diversen Nachahmern auch als Einzige unschuldig und besitzt als Einzige in der Männerlandschaft auch so etwas wie Ehre und Anstand. Der Regisseur und die Hauptdarstellerin sind weithin unbekannt, der Mentor wird von einem eher durch Cantopop bekannt gewordenen Balladensänger gespielt.
Re: HK-Allerlei
The Knight and the Concubine (1992)
Wǔxiá um ein sich gegenseitig in den Kriegswirren rettendes, aber nicht zueinander kommendes Paar (Gallen Lo & Irene Wan), wo die Frau auch unfreiwillig als Konkubine ausgebildet werden soll, sich aber mit allen Mitteln widerstrebt; bis sie den Spieß umdreht und mit ihren eigenen 'Waffen' eine Palastrevolution auslöst. Die Geschichte wird rein aus der weiblichen Perspektive erzählt, und sie spiegelt ein (friedliches) Ende vor, welches so nicht existiert.
Wǔxiá um ein sich gegenseitig in den Kriegswirren rettendes, aber nicht zueinander kommendes Paar (Gallen Lo & Irene Wan), wo die Frau auch unfreiwillig als Konkubine ausgebildet werden soll, sich aber mit allen Mitteln widerstrebt; bis sie den Spieß umdreht und mit ihren eigenen 'Waffen' eine Palastrevolution auslöst. Die Geschichte wird rein aus der weiblichen Perspektive erzählt, und sie spiegelt ein (friedliches) Ende vor, welches so nicht existiert.
Re: HK-Allerlei
Du wirkst von neueren, besseren Wuxia-Filmen häufig so angewidert, aber diese billigen TV-Dinger ohne UT schaust du mit verdächtigem Eifer, wie kommt das denn?
“Reality is that which, when you stop believing in it, doesn't go away.” Philip K. Dick
Re: HK-Allerlei
Das täuscht in der Wahrnehmung.
Ich hatte die Eye for an Eye 2/Blade of Fury ja sogar in der Jahresbestenliste und ich würde mir auch jeden Daniel Lee ansehen, Song of the Assassins fand ich bspw. auch teilweise Atemberaubend. Der Kommentar gegenüber Tsui Hark und seinen neuem Condorhelden galt einfach der Künstlichkeit des Aussehens vom Trailer, ich hab aber auch nach wenigen Sekunden abgebrochen. (Ansonsten bin ich aber wahrscheinlich auch der einzige, der dessen The Flying Swords of Dragon Gate mit Richtung zu sehr gut bewertet hat.)
Der Rest der Filme fängt mein Interesse einfach nicht.
Bei den TV-Werken ist es einfach so, die sind zahlenmäßig erstaunlich in der Unterzahl, ich hab mit den paar aufgezählten fast schon alle durch. Ansonsten fliegen die da kaum, das können sie sich scheinbar nicht leisten, und die Geschichten sind recht übersichtlich. Ich würde davon jetzt aber auch keinen hochjubeln. Der Rest ist vielleicht auch unterbewusst Nostalgie, bei den Vietnamesen liefen die entsprechenden Serien (noch stapelweise auf VHS) hoch und runter.
Ich hatte die Eye for an Eye 2/Blade of Fury ja sogar in der Jahresbestenliste und ich würde mir auch jeden Daniel Lee ansehen, Song of the Assassins fand ich bspw. auch teilweise Atemberaubend. Der Kommentar gegenüber Tsui Hark und seinen neuem Condorhelden galt einfach der Künstlichkeit des Aussehens vom Trailer, ich hab aber auch nach wenigen Sekunden abgebrochen. (Ansonsten bin ich aber wahrscheinlich auch der einzige, der dessen The Flying Swords of Dragon Gate mit Richtung zu sehr gut bewertet hat.)
Der Rest der Filme fängt mein Interesse einfach nicht.
Bei den TV-Werken ist es einfach so, die sind zahlenmäßig erstaunlich in der Unterzahl, ich hab mit den paar aufgezählten fast schon alle durch. Ansonsten fliegen die da kaum, das können sie sich scheinbar nicht leisten, und die Geschichten sind recht übersichtlich. Ich würde davon jetzt aber auch keinen hochjubeln. Der Rest ist vielleicht auch unterbewusst Nostalgie, bei den Vietnamesen liefen die entsprechenden Serien (noch stapelweise auf VHS) hoch und runter.
- Julio Sacchi
- Posts: 3412
- Joined: Thu Nov 03, 2022 8:37 am
Re: HK-Allerlei
MAN ON THE BRINK (1981)
Eddie Chen als junger Cop zwischen Unterforderung und Selbstüberschätzung lässt sich aus falschem Ehrgeiz auf einen Undercover-Auftrag ein. Da seine Moralvorstellungen keineswegs gefestigt sind und seine Freundin mit seinen unerklärlichen langen Abwesenheiten, seinem neuen Hang zur Aggression und vermutlich auch dem abgeranzten Look nicht klarkommt, ist die Katastrophe vorprogrammiert.
Alex Cheung präsentiert nach COPS AND ROBBERS einen weiteren Neon-Krimi mit grimmigem Realismus und unnachgiebiger Handkamera und ebnet damit den Weg für das Crime-Kino aus Hongkong. Ein weiteres starkes Stück mit leichten SERPICO-Vibes, vor allem aber mit dem Gefühl von Authentizität und der Drohkulisse roher Gewalt. Einzig die Zeichnung der Freundin als hysterisches Nervenbündel mit einer wankelmütigen Vorstellung von Liebe und Beziehung läuft dem Film immer wieder quer rein. Ulkig mal wieder die frechen Musik-Raubzüge; an einer Stelle läuft ewig der Score von ALIEN!
- Sylvio Constabel
- Posts: 5405
- Joined: Thu Nov 03, 2022 5:42 am
Re: HK-Allerlei



Ich wünschte nur, die Specials auf der BD wären auch untertitelt.
- Julio Sacchi
- Posts: 3412
- Joined: Thu Nov 03, 2022 8:37 am
Re: HK-Allerlei
Glaub der war ne Empfehlung von Dir 

- Sylvio Constabel
- Posts: 5405
- Joined: Thu Nov 03, 2022 5:42 am
Re: HK-Allerlei
Yep. Lange ist's her.
Re: HK-Allerlei
SERPICO lässt grüßen in Alex Cheungs (COPS AND ROBBERS) frühem Crime-Drama, in dem ein junger Undercover-Cop vom System im Stich gelassen wird. Ein Problem des Films besteht darin, dass die infiltrierte Verbrecherbande eigentlich aus Kleinkriminellen besteht und man sich die ganze Zeit fragt, ob mit der Undercover-Aktion nicht eher mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird. Hat man das erstmal verdrängt, baut der Film einen soliden Sog auf, bietet wieder tolle zeitgenössische Aufnahmen aus der goldenen Ära der unmöglichen Stadt, und auch der ansonsten nicht mehr auffallend in Erscheinung getretene Eddie Chen bringt seine Verzweiflung überzeugend rüber. Ein paar Gewaltspitzen und ein düsteres Ende reißen in diesem teils mehr gut gemeinten als gekonnten Werk dann ebenfalls noch einiges raus.
- Julio Sacchi
- Posts: 3412
- Joined: Thu Nov 03, 2022 8:37 am
Re: HK-Allerlei
OK das mit den Kleinkriminellen stimmt. Hab mich auch zwischendurch mal gefragt, was dieser Undercover Job eigentlich bringen soll ausser Shops zu überfallen 

Re: HK-Allerlei
A Secret Mission (1992)
Actionthriller von Professor Cheuk Ang-Tong, in dem sich ein scheinbarer Attentäter an ein scheinbar integres Pärchen heranschmeißt, der Ehemann hat zum Gag auch bei einer Gartenparty ein Massaker durch mit Maschinengewehren bewaffnete Motorradfahrer geschmissen. Alle (Gäste) außer der zu Tode verängstigten Frau waren eingeweiht, wahrscheinlich zuviel Queen's High bzw. Iron Angels 3 zuvor gesehen. Putzig auch der Beginn in 'San Francisco' (a.k.a. Lan Kwai Fong), in dem ein als Olivia Jones verkleideter Wilson Lam einen amerikanischen Drogenpusher ausschaltet und sich dann noch in Frauenkleidern mit einem Cop duellieren muss. Der Rest ist relativ Standardware, abgesehen vielleicht noch vom Showdown.
Actionthriller von Professor Cheuk Ang-Tong, in dem sich ein scheinbarer Attentäter an ein scheinbar integres Pärchen heranschmeißt, der Ehemann hat zum Gag auch bei einer Gartenparty ein Massaker durch mit Maschinengewehren bewaffnete Motorradfahrer geschmissen. Alle (Gäste) außer der zu Tode verängstigten Frau waren eingeweiht, wahrscheinlich zuviel Queen's High bzw. Iron Angels 3 zuvor gesehen. Putzig auch der Beginn in 'San Francisco' (a.k.a. Lan Kwai Fong), in dem ein als Olivia Jones verkleideter Wilson Lam einen amerikanischen Drogenpusher ausschaltet und sich dann noch in Frauenkleidern mit einem Cop duellieren muss. Der Rest ist relativ Standardware, abgesehen vielleicht noch vom Showdown.
Re: HK-Allerlei
Hong Kong Butcher (1983)
Abstoßender Schmuddelkram für das Bahnhofskino, gedreht vom Vater von Billy Chung, der hier auch mitspielt und als Assistant Director fungiert. Eine Handlung gibt's nicht wirklich, vieles wirkt improvisiert, ansonsten "Hässliche Menschen in hässlichen Locations tun unschöne Dinge."
Abstoßender Schmuddelkram für das Bahnhofskino, gedreht vom Vater von Billy Chung, der hier auch mitspielt und als Assistant Director fungiert. Eine Handlung gibt's nicht wirklich, vieles wirkt improvisiert, ansonsten "Hässliche Menschen in hässlichen Locations tun unschöne Dinge."