Französisches Kino aus Frankreich
- Sylvio Constabel
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- Joined: Thu Nov 03, 2022 5:42 am
Re: Französisches Kino aus Frankreich
Saugeiler Film. Auch gar nicht albern.
9/10 Glasscherben im Fuß
9/10 Glasscherben im Fuß
Re: Französisches Kino aus Frankreich
Revenge fand ich damals beim Sehen richtig gut. Cartoonhafter, wilder, blutiger Trip. Geht voll klar.
Haute Tension muss man den Twist nach sehen, weil der Rest so geil ist. Härte der kills, Muse auf der Tonspur und insgesamte Optik. Der war einfach wegweisend für den Anfang der damaligen Terror-Welle des französischen Kinos. Mag den gern.
Haute Tension muss man den Twist nach sehen, weil der Rest so geil ist. Härte der kills, Muse auf der Tonspur und insgesamte Optik. Der war einfach wegweisend für den Anfang der damaligen Terror-Welle des französischen Kinos. Mag den gern.
The awkward moment when you get in the van and the old man has no candy.
Re: Französisches Kino aus Frankreich
REVENGE natürlich top. 

Re: Französisches Kino aus Frankreich
Gestern im Kino gewesen in PAKT DER WÖLFE (DC).
Nach wie vor so ein kleiner Lieblingsfilm von mir. Coole Geschichte, die Besetzung ist mega. Und das sieht alles wirklich vorzüglich aus. Die Kostüme, die Schauplätze, die Kamera. Keine Sekunde Langeweile.
9/10
Nach wie vor so ein kleiner Lieblingsfilm von mir. Coole Geschichte, die Besetzung ist mega. Und das sieht alles wirklich vorzüglich aus. Die Kostüme, die Schauplätze, die Kamera. Keine Sekunde Langeweile.
9/10
- Sylvio Constabel
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Re: Französisches Kino aus Frankreich
Onion, übernehmen Sie.
Re: Französisches Kino aus Frankreich
Mag den auch sehr.
The awkward moment when you get in the van and the old man has no candy.
- Julio Sacchi
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Re: Französisches Kino aus Frankreich
Ich gar nicht 

- Sylvio Constabel
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Re: Französisches Kino aus Frankreich
Bei der Erstsichtung im Kino, anno puff, fand ich den irgendwie aushaltbar. Bei der Neusichtung letztes Jahr brach ich mittig genervt ab.
Re: Französisches Kino aus Frankreich
The Five Devils {2022, Léa Mysius}
Vicky hat eine geheimnisvolle Gabe: Sie kann jeden Duft reproduzieren, dem sie begegnet. Als ihre entfremdete Tante plötzlich in die Stadt zurückkehrt, wird das junge Mädchen durch die Beschwörung ihres Dufts in eine Vergangenheit voller rätselhafter Familiengeheimnisse zurückversetzt.
Im Prinzip ein durchgehend deprimierendes Drama, das den einen positiven Augenblick hat, der ganz kurz alles überstrahlt. Man muss sich zweitweise schon sehr durcharbeiten, wird aber immer wieder mit intensiven Augenblicken belohnt. Düsteres, anstrengendes, etwas übersinnliches Beziehungs- und Sozialdrama, bei dem Unterhaltungsfilmaficionados wahrscheinlich spätestens nach zehn Minuten das Weite suchen. Eine filmische Melancholie in C-Moll.
8/10
Vicky hat eine geheimnisvolle Gabe: Sie kann jeden Duft reproduzieren, dem sie begegnet. Als ihre entfremdete Tante plötzlich in die Stadt zurückkehrt, wird das junge Mädchen durch die Beschwörung ihres Dufts in eine Vergangenheit voller rätselhafter Familiengeheimnisse zurückversetzt.
Im Prinzip ein durchgehend deprimierendes Drama, das den einen positiven Augenblick hat, der ganz kurz alles überstrahlt. Man muss sich zweitweise schon sehr durcharbeiten, wird aber immer wieder mit intensiven Augenblicken belohnt. Düsteres, anstrengendes, etwas übersinnliches Beziehungs- und Sozialdrama, bei dem Unterhaltungsfilmaficionados wahrscheinlich spätestens nach zehn Minuten das Weite suchen. Eine filmische Melancholie in C-Moll.
8/10
- Sylvio Constabel
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Re: Französisches Kino aus Frankreich
Haste den Strick schon gekauft?
Re: Französisches Kino aus Frankreich
Ja, damit wird Dir der Arsch versohlt. 

Re: Französisches Kino aus Frankreich
WITNESS IN THE CITY (UN TÉMOIN DANS LA VILLE)
(1959, Édouard Molinaro)
Nach diesem packenden Einstieg widmet Molinaro seine Aufmerksamkeit aber nicht mehr allein dieser typischen Genrefigur, sondern auch dem titelgebenden Zeugen, einem Taxifahrer verkörpert von Franco Fabrizi. Und das verwässert den Tonfall des Films leider ein bisschen, denn er will auch irgendwie etwas über jene Arbeiterklasse erzählen, die die Pariser Nacht am Laufen hält und führt eine ganze Riege an Nebenfiguren rund um einen Taxifunkruf ein, welche sich spätnachts und frühmorgens in Cafes und Bars trifft und Lieb- und Freundschaften frönt. Das ist zwar herzig in Szene gesetzt und belohnt einen regelmäßig mit nostalgischen Bildern aus einer verflossenen Epoche Europas, aber mir wurde das im zweiten Akt dennoch etwas zu unkonzentriert.
Erst als sich die Wege der beiden nach vielen Sequenzen des Nachstellens und Haderns erneut kreuzen, verschmelzen diese unterschiedlichen Welten zu einem fast surreal überhöhten Finale: Die geeinte Taxifahrerschaft der Stadt macht den Jäger zum Gejagten. Dazu lässt Molinaro sogar ein paar (für das Entstehungsjahr vielleicht etwas zu) ambitionierte Autoverfolgungsjagden vom Stapel und findet ein besonders schönes wie tragisches Schlussbild.
(1959, Édouard Molinaro)
Bevor sich der junge Regisseur Édouard Molinaro in den 60er Jahren u. a. mit Louis de Funès dem Komödiantischen zuwandte, drehte er zum Warmwerden ein Trio finsterer Polars, einer davon WITNESS IN THE CITY, aus der Feder des legendären Autorenduos Boileau-Narcejac (LES DIABOLIQUES, VERTIGO). Wie der eigentlich perfekt erdachte und umgesetzte Racheplan eines - durch den Freispruch des wohlhabenden Mörders vom System verratenen - Witwers an einer einzigen unglücklichen Zufallsbegegnung zerschellt und jenen, zunehmend von Paranoia gequält, auf einen ausweglosen Trip in die Hölle schickt, ist natürlich ganz klassischer Stoff und Ventura ist mit seinem markant-melancholischen Gesicht perfekt für die Rolle.Industrialist Pierre Verdier kills his mistress Jeanne by throwing her off a train. Her husband decides to take revenge on his wife’s murderer, who has been acquitted by justice. He waits for him in his house and hangs him. He leaves the place unseen, at least this is what he thinks.
Nach diesem packenden Einstieg widmet Molinaro seine Aufmerksamkeit aber nicht mehr allein dieser typischen Genrefigur, sondern auch dem titelgebenden Zeugen, einem Taxifahrer verkörpert von Franco Fabrizi. Und das verwässert den Tonfall des Films leider ein bisschen, denn er will auch irgendwie etwas über jene Arbeiterklasse erzählen, die die Pariser Nacht am Laufen hält und führt eine ganze Riege an Nebenfiguren rund um einen Taxifunkruf ein, welche sich spätnachts und frühmorgens in Cafes und Bars trifft und Lieb- und Freundschaften frönt. Das ist zwar herzig in Szene gesetzt und belohnt einen regelmäßig mit nostalgischen Bildern aus einer verflossenen Epoche Europas, aber mir wurde das im zweiten Akt dennoch etwas zu unkonzentriert.
Erst als sich die Wege der beiden nach vielen Sequenzen des Nachstellens und Haderns erneut kreuzen, verschmelzen diese unterschiedlichen Welten zu einem fast surreal überhöhten Finale: Die geeinte Taxifahrerschaft der Stadt macht den Jäger zum Gejagten. Dazu lässt Molinaro sogar ein paar (für das Entstehungsjahr vielleicht etwas zu) ambitionierte Autoverfolgungsjagden vom Stapel und findet ein besonders schönes wie tragisches Schlussbild.
- Julio Sacchi
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Re: Französisches Kino aus Frankreich
Toller Text 
