Inszeniert wird das mit leiser Spannung, als andauernder Kampf gegen Windmühlen, mit Wiederholungen von Blockaden, wo man gegen die Mauer des Schweigens und des Abblockens aller anderen Beteiligten, allen voran denen der gesellschaftlichen Ordnung in Form von Politik, Polizei und Lehrerschaft, der Aufsichts- und der Erziehungspersonen rennt. Inszeniert wird das mit investigativen Augen, in dem man dem allgegenwärtigen Beobachter, dem Außenseiter und dem Einzelgänger der Geschichte folgt und seinem Bemühen, erst zu appellieren und sich dann selber zu motivieren und zu observieren; mehr eine Milieustudie (die gar etwas länger wirkt als sie mit 100min tatsächlich geht), angereichert eher mit vereinzelten Suspense- und Thrillermomenten und einem späten Murder Mystery und Psychodrama als die grobe Genreintensität.
7/10
So kommt erst spät und vereinzelt, dann bald sich steigernd und ausufernd das Diesseits der Notwendigkeit des schnellen Handels und des Ausschalten der angreifenden Horden zum Tragen, wird mit der Erstürmung und/oder der Verteidigung von abwechselnd verwinkelten und uneinsehbaren Räumen und weitläufigen Flächen das Tempo an- und hochgetrieben. Die Aufmerksamkeit des Drehteams liegt dabei sichtlich nicht auf dem Nahkampf, der hier wie im Nebenher und auch gar nichts besonders beeindruckend formuliert ist, sondern auf dem Gestus von Munition und Waffen aller Art, werden die Patronen, die Kaliber, die Geschütze eifrig gewechselt und mit viel und lauter und eindrucksvoller Feuerkraft ausgetauscht. Viel Zerstörung und emsig Blut, bei dessen Aus- und Übermaß es keine Gewinner, keine Helden, sondern am Ende nur Verlierer, und vom Publikum noch zusätzlich die Ignoranz gibt.
7.5/10