Brian De Palma
Re: Brian De Palma
Pfeiffer eine Fehlbesetzung? Das sagen doch nur Pfeifen!
Im Ernst, ist noch ein bisschen hin, aber ist schon mal Runner-up für den besten Witz des Jahres.
Im Ernst, ist noch ein bisschen hin, aber ist schon mal Runner-up für den besten Witz des Jahres.
Re: Brian De Palma
Also man muss die beiden Filme nicht gegeneinander ausspielen, finde ich. Scarface war viel wilder, bunter, viel mehr Einfluss, nicht umsonst wurde da mehrfach von Remake gesprochen. Carlito's Way ist mehr so eine Elegie, es lief auch bisschen unter dem Radar (es ist einer dieser Filme, wo ich zumindest alleine im Kino hockte), es ist wirklich ein Alterswerk, aber das Teil ist halt auch schon von '93, da war De Palma noch nicht alt, er war Anfang 50, und es sind ja noch x-Filme hinterher gekommen. Ich finde Miller keine Fehlbesetzung (sie scheinen auf dem ersten Blick nicht zueinander zu passen, ja, aber das tun Frankie und Johnny auch nicht) und Pfeiffer (oder selbst Steven Bauer) auch nicht. Mir ist auch Mal so ein blonder Engel erschienen, ich tät die jetzt nicht Fehlbesetzung nennen. Es waren einfach andere Ansprüche, andere Ziele, schlechtes Timing.
So 'besser', oder 'schlechter' find ich in dem Fall nicht passend, dem Einen ist das Aufgedrehte halt lieber, und dem Anderen dieser eher stille Abgesang. Man kann je nach Stimmung auch beides haben.
Apropos Gangsterfilme, ich bin mehr so The Untouchables.
So 'besser', oder 'schlechter' find ich in dem Fall nicht passend, dem Einen ist das Aufgedrehte halt lieber, und dem Anderen dieser eher stille Abgesang. Man kann je nach Stimmung auch beides haben.
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Re: Brian De Palma
Sisters
Ist richtig schön creepy und die Hitchcock-Anleihen sind offensichtlich. Die Geschichte nimmt irgendwann eine herrlich absurde Wendung und wird durch Optik und Score schön vorangetrieben. Die Figuren sind gut zusammengestellt und das Ende hat auch was. Irgendwie etwas ungelenk, aber mit einem Sog ausgestattet, dem man sich nicht entziehen kann.
7,5/10
Ist richtig schön creepy und die Hitchcock-Anleihen sind offensichtlich. Die Geschichte nimmt irgendwann eine herrlich absurde Wendung und wird durch Optik und Score schön vorangetrieben. Die Figuren sind gut zusammengestellt und das Ende hat auch was. Irgendwie etwas ungelenk, aber mit einem Sog ausgestattet, dem man sich nicht entziehen kann.
7,5/10
Re: Brian De Palma
Lüg doch nicht, hat vor 5 Jahren viel weniger Punkte bekommen!
Spoiler

Re: Brian De Palma
Ca. Drittsichtung, mir ist zum ersten Mal aufgefallen, wie persönlich und intim der Film trotz aller Referenzen ist, Travolta möchte einfach eine "elende Gewissensscheiße" aus der Vergangenheit loswerden und macht damit erst recht alles und vor allem auch sich selber kaputt. Als Rahmen ein Politthriller, der nicht einmal den leitenden Ermittler interessiert, geschweige denn den Rest der Welt, während sich Lithgow seinen eigenen Serienkillerfilm zusammenbastelt, "der den Umfang seiner Vollmacht" etwas ausdehnt. Topp besetzt, topp fotografiert und montiert, und angesichts von Fakten, Fake und Fiktion und die Erfindung der Wahrheit vielleicht auch aktueller denn je.
- Sylvio Constabel
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Re: Brian De Palma
Ich mag den auch sehr gern.
Re: Brian De Palma
Auch zum xten Mal gesehen, zum ersten Mal ist mir Dennis Franz richtig aufgefallen und Steven Bauer bei der "Holly Does Hollywood" Sequenz, überhaupt mag ich, dass sich der Regisseur nach der Technikerfraktion nach den Dreharbeiten bei Blow Out hier in die Schauspielerfraktion während der Dreharbeiten versetzt, es gibt Castings, Schauspielklassen (in der 'Mason Capwell' aus California Clan neben Gregg Henry sitzt), und der Lehrer dem Darsteller Wasson zum ersten Mal am Lockern und Lösen hilft und sich fast als Psychotherapeut bewährt. Die Kulissen sind edler als üblich (das Chemosphere-Gebäude ist natürlich die Wucht, aber auch die Villa gegenüber, das Einkaufszentrum, der Farmer's Market, das Long Beach Motel etc.), Kameramann Burum bleibt nicht umsonst länger bei De Palma und auch Donaggio klimpert wieder auf der richtigen Tastatur. Schwachpunkt sind ausgerechnet Shelton, tut mir leid, dass sie von jemand anderem eingesprochen wird, hilft da nicht; Griffith ist zumindest optisch perfekt. Den Mord hat ich wesentlich derber in Erinnerung, wahrscheinlich die Geschichte mit dem 'Kopf in der Kiste', ansonsten wirkt es fast, als hätte sich De Palma bei Ferrara und The Driller Killer bedient, während dieser zeitgleich mit Fear City – Manhattan 2 Uhr nachts dessen U-Bahn-Horror nachstellt.
- Julio Sacchi
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Re: Brian De Palma
Finde den ziemlich daneben, schlimmstes Minus aber Wasson.
Re: Brian De Palma
Ich find Wasson ziemlich gut.
(Ich mochte jetzt bspw. auch Keith Gordon bei Dressed to Kill.)
Hab den aber nie wieder gesehen.
Was ich überhaupt nicht kenne, sind Femme Fatale und Passion. Was verpasst?
(Ich mochte jetzt bspw. auch Keith Gordon bei Dressed to Kill.)
Hab den aber nie wieder gesehen.
Was ich überhaupt nicht kenne, sind Femme Fatale und Passion. Was verpasst?
- Julio Sacchi
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Re: Brian De Palma
Wasson ist doch n Backpfeifengesicht. Spielt auch so.
Femme Fatale hat was. Passion bis zum Zerbersten gefüllter Eimer Pisse.
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Re: Brian De Palma
Das soll so.
'Struggling actor'.
Method Acting.
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Re: Brian De Palma
Mir gefiel der, veredelte Version von den "Softerotik"-Filmchen, die ich gar nicht genug kenne, um es beurteilen zu können: 7/10.