Clint Eastwood
Re: Clint Eastwood
Die Letzten beißen die Hunde - Thunderbolt and Lightfoot (1974)
Regiedebüt von Cimino, mit Eastwood im Augenmerk geschrieben, aber auch mit der Bedingung, das Ding selbst zu drehen; Eastwood hat dafür Der große Coup - Charley Varrick sausen lassen. Film als Road Movie/Tragikomödie/Buddy Picture und Heist-Crime, im Vergleich zu den Folgewerken relativ leichtfüßig, aber dennoch mit reichlich Blechschäden und anderen Schießereien und Scherereien. Bridges als frischer Star des Neuen Hollywood wird erst bisschen auf Strahlemann reduziert, verkörpert aber auch eine Generation Träume und Hoffnungen, hinterher ist man dann wie immer schlauer, hinterher weiß man es dann besser.
Regiedebüt von Cimino, mit Eastwood im Augenmerk geschrieben, aber auch mit der Bedingung, das Ding selbst zu drehen; Eastwood hat dafür Der große Coup - Charley Varrick sausen lassen. Film als Road Movie/Tragikomödie/Buddy Picture und Heist-Crime, im Vergleich zu den Folgewerken relativ leichtfüßig, aber dennoch mit reichlich Blechschäden und anderen Schießereien und Scherereien. Bridges als frischer Star des Neuen Hollywood wird erst bisschen auf Strahlemann reduziert, verkörpert aber auch eine Generation Träume und Hoffnungen, hinterher ist man dann wie immer schlauer, hinterher weiß man es dann besser.
Re: Clint Eastwood
Blood Work (2002)
Relativ routiniert gehaltener Crime nach dem Autoren vom The Lincoln Lawyer und dem Bosch, ein Thriller mit Herzblut auch, schlägt auch seine Haken und Finten, der Täter ist natürlich trotzdem klar, stört aber nicht, der Rest ist bestenfalls altmodisch und gut gehandhabt. Kann man gut weg gucken, hat kein Hahn danach gekräht.
Relativ routiniert gehaltener Crime nach dem Autoren vom The Lincoln Lawyer und dem Bosch, ein Thriller mit Herzblut auch, schlägt auch seine Haken und Finten, der Täter ist natürlich trotzdem klar, stört aber nicht, der Rest ist bestenfalls altmodisch und gut gehandhabt. Kann man gut weg gucken, hat kein Hahn danach gekräht.
- Julio Sacchi
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Re: Clint Eastwood
Finde den in Ordnung. Allein schon wegen der super relaxten Szene mit den Doughnuts. Auf jeden Fall ein Lichtlein im größtenteils finsteren Spätwerk.
Re: Clint Eastwood
AMERICAN SNIPER dank Prime auch geguckt. Ist natürlich sehr, sehr amerikanisch. Eine emotionale Bindung schafft der Film eigentlich nie, abgesehen vom tragischen Ende. Ist daher abseits von den Irak-Einsätzen auch sehr langweilig. Die Kriegsaction ist überwiegend schon beeindruckend, wenn auch nicht State of the Art. Die beiden Kinderszenen lassen den Atem gefrieren. Unterm Strich daher ganz okay, wenn man da nicht mir der Kneifzange guckt.
6/10
6/10
Re: Clint Eastwood
Ein wahres Verbrechen - True Crime (1999)
Trotz absehbarem Ende die dramatische Version von Im Sumpf des Verbrechens, die "Schmuddel-Talkshow" in der Zeitungsredaktion zwischen Eastwood, Woods und Leary ist nur interessanter als der Rest; zudem geht der Hauptdarsteller erst am Ende auf "Tempo-Zoo". Solider, altmodischer Crime mit leichten Dramaeinschub.
Trotz absehbarem Ende die dramatische Version von Im Sumpf des Verbrechens, die "Schmuddel-Talkshow" in der Zeitungsredaktion zwischen Eastwood, Woods und Leary ist nur interessanter als der Rest; zudem geht der Hauptdarsteller erst am Ende auf "Tempo-Zoo". Solider, altmodischer Crime mit leichten Dramaeinschub.
- Julio Sacchi
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Re: Clint Eastwood
Bis auf Eastwood/Woods in der Tat ziemlicher Käse; fast schon ungeschickt gemachter Kitsch.
Re: Clint Eastwood
Mitternacht im Garten von Gut und Böse - Midnight in the Garden of Good and Evil (1997)
Die erste Hälfte ist "Vom Winde verweht auf Meskalin" und wird auch so bespielt, der eigentliche Justizprozess (und die späteren realen Ereignisse um Spacey) ist nicht gänzlich uninteressant, ansonsten retten es die Location und Jude Law in seinen drei Auftritten. Dass Eastwood hier schon anfängt, wahre Begebenheiten mit den tatsächlich Beteiligten zu besetzen, macht zumindest die Auftritte von The Lady Chablis recht unnütz bis anstrengend (da hätte man auch Olivia Jones casten können), beim Rest (der Anwalt als Richter etc.) merkt man es nicht so. Cusack hält eigentlich nur Maulaffen feil, das macht der Zuschauer dann irgendwann auch. Das Sachbuch war vier Jahre lang Beststeller, der Film ein Flop.
Die erste Hälfte ist "Vom Winde verweht auf Meskalin" und wird auch so bespielt, der eigentliche Justizprozess (und die späteren realen Ereignisse um Spacey) ist nicht gänzlich uninteressant, ansonsten retten es die Location und Jude Law in seinen drei Auftritten. Dass Eastwood hier schon anfängt, wahre Begebenheiten mit den tatsächlich Beteiligten zu besetzen, macht zumindest die Auftritte von The Lady Chablis recht unnütz bis anstrengend (da hätte man auch Olivia Jones casten können), beim Rest (der Anwalt als Richter etc.) merkt man es nicht so. Cusack hält eigentlich nur Maulaffen feil, das macht der Zuschauer dann irgendwann auch. Das Sachbuch war vier Jahre lang Beststeller, der Film ein Flop.
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- Julio Sacchi
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Re: Clint Eastwood
Fand ich richtig öde.
- Sylvio Constabel
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- Joined: Thu Nov 03, 2022 5:42 am
Re: Clint Eastwood
Ich auch. Da bin ich im Kino sogar eingepennt, glaube ich.
Re: Clint Eastwood
War das der wo einer Fliegen am Gürtel dran hatte?
"Krieg ist wie Kino. Vorne flimmerts, hinten sind die besten Plätze." - Arnim Dahl
Re: Clint Eastwood
Ja, irgendwie sowas. Zu lange her. Ist auch das einzige woran ich mich vom Film erinnere.
"Krieg ist wie Kino. Vorne flimmerts, hinten sind die besten Plätze." - Arnim Dahl
Re: Clint Eastwood
Dirty Harry kommt zurück - Sudden Impact (1983)
Dirty Harry goes (S)Exploitation, Sondra Locke bekommt nur die Überreste des eigentlich für sie geplanten Projektes und macht noch das Beste daraus, Eastwood als erstmals Regisseur der Reihe haut ein paar handfeste, aber etwas steife Actionszenen (das Bewerfen mit Molotowcocktails, eine Verfolgungsjagd mit dem Seniorenbus, ein Überfall auf ein Straßencafé usw.) rein; im Vergleich zu dem Gebotenen (nicht gänzlich ohne Reiz) wirken aber fast zumindest die ersten beiden Death Wish vielschichtiger.
Dirty Harry goes (S)Exploitation, Sondra Locke bekommt nur die Überreste des eigentlich für sie geplanten Projektes und macht noch das Beste daraus, Eastwood als erstmals Regisseur der Reihe haut ein paar handfeste, aber etwas steife Actionszenen (das Bewerfen mit Molotowcocktails, eine Verfolgungsjagd mit dem Seniorenbus, ein Überfall auf ein Straßencafé usw.) rein; im Vergleich zu dem Gebotenen (nicht gänzlich ohne Reiz) wirken aber fast zumindest die ersten beiden Death Wish vielschichtiger.
- Julio Sacchi
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- Joined: Thu Nov 03, 2022 8:37 am
Re: Clint Eastwood
Steif trifft es gut.
Re: Clint Eastwood
Der Mann, der niemals aufgibt - The Gauntlet (1977)
Erste Materialschlacht von Eastwood, Wettrennen gegen die Welt mit schwerer Artillerie, eine versoffene Variante vom Dirty Harry mit harter Fassade und weichem Kern, Sondra Locke noch zusätzlich als verbal schlagfertiger Szenendieb; hier war Fred Williamson mit Die Todesreise (1976) aber ausnahmsweise schneller, ansonsten ja eher umgekehrt. Mini-Klassiker (?) mit einigen fragwürdigen Momenten, die beiden Rockerszenen vor allem, und warum der Bus im Schneckentempo fährt, weiß auch kein Mensch.
Erste Materialschlacht von Eastwood, Wettrennen gegen die Welt mit schwerer Artillerie, eine versoffene Variante vom Dirty Harry mit harter Fassade und weichem Kern, Sondra Locke noch zusätzlich als verbal schlagfertiger Szenendieb; hier war Fred Williamson mit Die Todesreise (1976) aber ausnahmsweise schneller, ansonsten ja eher umgekehrt. Mini-Klassiker (?) mit einigen fragwürdigen Momenten, die beiden Rockerszenen vor allem, und warum der Bus im Schneckentempo fährt, weiß auch kein Mensch.