
Julios frankophile Ecke
Re: Julios frankophile Ecke
Ich glaube Schnabel mochte den und du hast was dagegen gesagt. Deswegen wundert mich jetzt dieser Eintrag 

Re: Julios frankophile Ecke
Du verwechselst das bestimmt mit irgendnem anderen Euro-Exploiter oder so. Den hätte ich ja eigentlich nur auf Scheibe sehen können und die Scheibe hab ich jedenfalls nicht.
Re: Julios frankophile Ecke
Ich rede von Onion
Re: Julios frankophile Ecke
Achso. Sehr verwirrend.
- Julio Sacchi
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- Joined: Thu Nov 03, 2022 8:37 am
Re: Julios frankophile Ecke
Hab gesehen, im Lauterbach-Forum gibt's dazu nen eigenen Thread. Hab ich aber nicht kommentiert.
Re: Julios frankophile Ecke
*Notizblock aufklappt*
Todes-Brigade hatten meine Eltern auch überspult von der Videothek auf VHS...aber nie gesehen (glaub ich)


Todes-Brigade hatten meine Eltern auch überspult von der Videothek auf VHS...aber nie gesehen (glaub ich)
The awkward moment when you get in the van and the old man has no candy.
- Julio Sacchi
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- Joined: Thu Nov 03, 2022 8:37 am
Re: Julios frankophile Ecke
OHNE SCHULD (2008)
Das US-Remake kenne ich und mag ich, das Original hatte ich bislang nicht gesehen. Und da muss man schon sagen, dass es noch einen Zacken besser ist. Wie so oft im französischen Kino ist keine Szene überflüssig, es geht nur darum, das zu zeigen, was wichtig ist, und so braucht Fred Cavayé für diese Geschichte auch satte 45 Minuten weniger als Paul Haggis.
Ich finde Russell Crowe super, aber Vincent Lindon ist einfach eine andere Liga; was dieser Mann für Emotionen in seine Augen legen kann, unfassbar. Die Szene, in der es zum unausgesprochenen Abschied vom Vater kommt, der Blick von Lindon, das ist nur noch Gänsehaut. Und natürlich ist es sehr viel nachvollziehbarer, dass ein Mann sein Leben für Diane Heidkrüger riskieren würde als für Elizabeth Banks.
Was der Film auch nicht braucht, und das fand ich an der US-Version auch wirklich extrem dämlich, ist eine Vergewisserung der Unschuld der Frau. Darum geht es überhaupt gar nicht. Es geht um einen Mann, der lieber sterben würde, als den Tod seiner Frau erleben zu müssen. Und das erzählt POUR ELLE vortrefflich.
Re: Julios frankophile Ecke
Du kannst anfangen zu beten - Adieu l’ami (1968)
Zuweilen etwas merkwürdig abstoßend gedrehter Thriller um ein "Weekend im Tresor", eine kühle Romanadaption nach Sébastien Japrisot (gibt's bei Rowohlt), in der vor allem Delon auf Grobian geht und Bronson dagegen geradezu freundlich wirkt. Delon hatte auch bei der Produktion einige Einsprüche gegen die Besetzung, Bronson war ihm zu klein als Gegen- und Mitspieler, der gewollte Richard Widmark aber zu teuer (und hätte meiner Meinung nach auch nicht gepasst), herausragend ist natürlich die lange Sequenz beim Einbruch, der Rest ist teilweise sehr auf Zufall ausgerichtet oder seltsam gestrickt (die Szene mit der lebendigen auf- und ziehbaren 'Puppe'), ansonsten: Bei Bullen „singen“ Freunde nicht.
Zuweilen etwas merkwürdig abstoßend gedrehter Thriller um ein "Weekend im Tresor", eine kühle Romanadaption nach Sébastien Japrisot (gibt's bei Rowohlt), in der vor allem Delon auf Grobian geht und Bronson dagegen geradezu freundlich wirkt. Delon hatte auch bei der Produktion einige Einsprüche gegen die Besetzung, Bronson war ihm zu klein als Gegen- und Mitspieler, der gewollte Richard Widmark aber zu teuer (und hätte meiner Meinung nach auch nicht gepasst), herausragend ist natürlich die lange Sequenz beim Einbruch, der Rest ist teilweise sehr auf Zufall ausgerichtet oder seltsam gestrickt (die Szene mit der lebendigen auf- und ziehbaren 'Puppe'), ansonsten: Bei Bullen „singen“ Freunde nicht.
Re: Julios frankophile Ecke
Gabs nicht noch einen Nicht-Julio-Franzosenthread? Soll man das verschieben?
Re: Julios frankophile Ecke
Das weiß ich nicht.
Hab nur "frankophil" eingegeben.
Ansonsten kann's auch verschoben werden.
Edith:
Ich kann's auch ins Tagebuch reinnehmen sonst.
Es ist kein "FRANZÖSISCHES KINO AUS FRANKREICH".
Da ist Italien mit anbei.
Hab nur "frankophil" eingegeben.
Ansonsten kann's auch verschoben werden.
Edith:
Ich kann's auch ins Tagebuch reinnehmen sonst.
Es ist kein "FRANZÖSISCHES KINO AUS FRANKREICH".
Da ist Italien mit anbei.
- Julio Sacchi
- Posts: 3412
- Joined: Thu Nov 03, 2022 8:37 am
Re: Julios frankophile Ecke
ABSTIEG ZUR HÖLLE (1986)
Wie lange wollte ich diesen Film sehen! Das Warten hat sich nicht gelohnt. Claude Brasseur (und das war damals ein Skandälchen) ist hier mit seiner LA-BOUM-Filmtochter Sophie Marceau verheiratet. Die junge Ehe hängt aber kräftig in den Seilen, ein Urlaub auf Haiti soll es richten. Aber der schreib- und cockblockierte Schriftsteller ist nur am Saufen, während seine ultraheiße Gattin auch mal mit einem anderen Hotelgast für schlechten Sex ins Bett springt. Von Brasseurs Offstimme erfahren wir, dass seine Frau schlecht im Bett ist und außerdem nie Lippenstift trägt. Der Suffkopp kann sich keinen Reim drauf machen, der Zuschauer erahnt aber bald ein Trauma. Dann sticht Brasseur in Notwehr einen Räuber ab.
Was zunächst einen dampfenden Film Noir erhoffen lässt, wird zum unausgegoren Ehedrama, bei dem keiner mit dem anderen spricht. Ab dem Totschlag wird das Ganze eher noch langweiliger als spannender. Dann ist der Film irgendwann aus. Die vieldiskutierten Sexszenen zwischen Brasseur und Marceau sind quasi nicht existent. Von Francis Girod (TRIO INFERNAL) hätte man was Galligeres erwarten können. Immerhin Breitwand, was damals in Frankreich überaus selten war.